Warum PATENTPOOL
"1998 hat mich Heiner Pollert, Geschäftsführer von PATENTPOOL, gebeten, den Beirat zu verstärken. Spontan sagte ich zu. Nicht nur weil PATENTPOOL in eine interessante Marktlücke gestoßen ist, die noch eine spannende Entwicklung erwarten lässt. Viel interessanter noch erscheint mir, dass sich PATENTPOOL anschickt, ein Defizit des Standorts Deutschland auszubügeln, um das sich der Staat wegen der Überschuldung nur begrenzt kümmern kann und dessen Potenzial die Banken nur teilweise erkannt haben. Das Defizit ist, dass es viele gute Produktideen nicht bis zur Marktreife schaffen. Ideen sind das wertvollste Gut unserer Zukunft. Die Selektion der brauchbaren Ideen von denen, die nicht oder noch nicht brauchbar sind, wird in dramatischem Maße vernachlässigt. PATENTPOOL hat dies erkannt und geht neue Wege in der Ideenakquise und Bewertung.
Die Probleme der Urheber von guten Ideen und Technologien sind bekannt: Keine funktionierenden Kontakte zu Kapital und Industrie sowie mangelndes Know-how bei Patenten, Management und Marketing. Hier liegt die Kernkompetenz von PATENTPOOL.
Der Bedarf an guten Ideen ist unerschöpflich, unsere Volkswirtschaft wird angetrieben von der Kreativität Einzelner. Wir brauchen, um die Probleme, die auf uns zukommen, lösen zu können, noch eine gigantische Anzahl guter Ideen, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Luft- und Wasseraufbereitung, Logistik, Medizin und Informationstechnologie. Nicht die Mächtigen ändern die Welt, sondern Innovationen. Und Innovationen werden von Menschen entwickelt, nicht von Konzernen oder Institutionen.
PATENTPOOL nimmt diese Menschen ernst.
PATENTPOOL wählt also die besten Ideen aus, sichert sie patentrechtlich ab und kümmert sich um das Early-Stage Management. Das macht Sinn!
Durch meine Erfahrungen aus dem Wirtschafts-, Umwelt- und Europaausschuss und durch meine Arbeit als SPD-Sprecher in der Energie-Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages sehe ich täglich den Bedarf an Innovation, am Abschneiden alter Zöpfe, am Anpacken und Umsetzen. Genau das macht PATENTPOOL und hat schon bewiesen, dass diese Strategie funktioniert.
Natürlich ist das harte Arbeit und es kann nur funktionieren, wenn eine Rohstoffquelle ausreichend vorhanden ist: Geld.
Professionelles Innovationsmanagement braucht Geld. Eigenkapital, das ohne verkrustete Finanzierungsmechanismen dann zur Verfügung steht, wenn es gebraucht wird.
Ich hoffe auf einen großen Erfolg von PATENTPOOL und darauf, dass dieses System Nachahmer finden wird.
Denn es liegen noch so viele "Ideenschätze" auf der Welt verborgen, dass es unzähliger
PATENTPOOL’s bedürfte, um nur die für die Welt wertvollsten und wichtigsten Schätze zu heben."
Dr. Axel Berg
Mitglied des Bundestages von 1998-2009; in der 14. Wahlperiode SPD-Obmann in der Enquetekommission "Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung"; in der 15. Wahlperiode stellvertretender energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
